Carport oder Garage
Wo ist dein Auto besser geschützt?
Lesezeit: ca. 6 Minuten
35 Grad im Schatten und das Auto steht seit Stunden in der prallen Sonne. Du öffnest die Fahrertür und dir kommt sofort ein Hitzeschwall entgegen. Auch das Lenkrad ist zu heiß zum Anfassen. Und das ist nur die eine Seite. Im Winter setzen Schnee und gefrierende Nässe dem Material langsam aber sicher zu. Spätestens dann taucht der Gedanke auf: Das Auto braucht endlich einen geschützten Platz. Aber was passt besser zu dir und deiner Wohnsituation: ein Carport oder eine Garage? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab. Wir helfen dir, die richtige Entscheidung zu treffen, ohne dass du am Ende mehr investierst, als eigentlich nötig.
Was unterscheidet Carport und Garage eigentlich?
- Eine Garage ist ein allseitig geschlossener, abschließbarer Bau mit Tor.
- Ein Carport ist eine überdachte Konstruktion auf Pfosten, die an mindestens einer Seite offen bleibt.
| Kriterium | Carport | Garage |
| Witterungsschutz | sicher bei Regen, Schnee, UV-Strahlung | sehr gut, schützt das Auto vor allen Witterungen |
| Schutz vor Diebstahl und Mardern | gering | hoch, abschließbar |
| Belüftung und Korrosionsschutz | sehr gut, Auto trocknet schnell | je nach Bauart Feuchtigkeitsstau möglich |
| Platzbedarf | mittel | höher (Wände nehmen Fläche) |
| Bauzeit | wenige Tage bis Wochen | mehrere Wochen bis Monate (je nach Größe) |
| Zusatznutzen als Stauraum | eingeschränkt | sehr gut (Werkstatt, Lager) |
| Werterhalt der Immobilie | leichter Effekt | spürbarer Effekt |
| Genehmigung | meist anzeigepflichtig | meist bewilligungspflichtig |
| Optik und Integration | leicht, modern, transparent | wuchtig, prägt das Grundstück |
Was du im Hinterkopf behalten solltest: Eine schlecht belüftete Garage kann auf Dauer mehr Schaden anrichten als helfen, weil sich Feuchtigkeit staut. Dadurch wird die Bildung von Rost begünstigt. Bei einem Carport besteht dieses Problem nicht, dafür schützt es weniger umfassend.
Kosten und Baugenehmigung in Österreich
Die Preisspanne ist groß und erst nach einem konkreten Angebot lassen sich die Kosten genau kalkulieren. Folgende Richtwerte helfen dir aber bei der Orientierung:
Achtung bei der Kalkulation: Viele Anbieter werben mit Nettopreisen. Hinzu kommen oft noch Fundament, Bodenplatte, Montage, Beleuchtung und je nach Modell ein Tor mit Antrieb. Wer ein E-Auto fährt und zuhause laden möchte, sollte zusätzlich die Installation einer Wallbox einplanen. Diese Zusatzkosten verteuern ein Projekt realistisch um mehrere tausend Euro.
Auch bei der Baugenehmigung gibt es Unterschiede: Ein Carport ist in Österreich meist anzeigepflichtig, eine Garage in der Regel bewilligungspflichtig. Da Bauen Ländersache ist, variieren die genauen Regeln. Als grober Richtwert gilt, dass Carports bis 30 Quadratmeter Grundfläche und maximal 3 Meter Höhe oft nur anzeigepflichtig sind. Frag im Zweifel beim zuständigen Bauamt nach – das erspart dir später viel Ärger.
| Lösung | Preisrahmen (brutto, ohne Eigenleistung) |
| einfacher Stahl-Carport Stahl | ab ca. 1.000 Euro |
| Carport aus Aluminium | ca. 1.000 bis 6.000 Euro |
| Carport aus Holz | ca. 1.500 bis 7.500 Euro |
| Doppelcarport | ca. 2.000 bis 15.000 Euro |
| Fertiggarage aus Beton oder Stahl | ca. 6.000 bis 15.000 Euro |
| Gemauerte Massivgarage | ab ca. 15.000 bis über 25.000 Euro |
Achtung bei der Kalkulation: Viele Anbieter werben mit Nettopreisen. Hinzu kommen oft noch Fundament, Bodenplatte, Montage, Beleuchtung und je nach Modell ein Tor mit Antrieb. Wer ein E-Auto fährt und zuhause laden möchte, sollte zusätzlich die Installation einer Wallbox einplanen. Diese Zusatzkosten verteuern ein Projekt realistisch um mehrere tausend Euro.
Auch bei der Baugenehmigung gibt es Unterschiede: Ein Carport ist in Österreich meist anzeigepflichtig, eine Garage in der Regel bewilligungspflichtig. Da Bauen Ländersache ist, variieren die genauen Regeln. Als grober Richtwert gilt, dass Carports bis 30 Quadratmeter Grundfläche und maximal 3 Meter Höhe oft nur anzeigepflichtig sind. Frag im Zweifel beim zuständigen Bauamt nach – das erspart dir später viel Ärger.
E-Auto zuhause laden: Carport oder Garage?
Beide Lösungen sind grundsätzlich wallboxtauglich. In der Garage lässt sich die Wallbox einfach an die Wand montieren, wo sie vor Wetter und Vandalismus geschützt ist. Im Carport ist die Wallbox hingegen stärker exponiert – achte daher auf eine ausreichende Schutzklasse von mindestens IP54. Beide Varianten haben den Vorteil, dass sich die Dachflächen hervorragend für eine Photovoltaikanlage eignen. So lädst du dein E-Auto direkt mit eigenem Solarstrom, was die Kilometerkosten spürbar senkt.
Lohnt sich der Bau überhaupt? Mögliche Alternativen
Ob sich ein eigener Carport oder eine Garage lohnt, hängt vor allem davon ab, wie oft du dein Auto tatsächlich nutzt.
Ein kleines Rechenbeispiel macht das greifbar: Wenn du eine Garage neu baust, kostet diese schnell rund 20.000 Euro. Verteilt auf 15 Jahre Nutzungsdauer sind das umgerechnet etwa 110 Euro pro Monat, die du allein für den überdachten Stellplatz ausgibst. Ein einfacher Carport für 4.000 Euro macht bei derselben Rechnung rund 22 Euro pro Monat aus. Anhand dieser Werte kannst du dann ablesen, ob sich der Eigenbau für dich rechnet oder ob eine andere Lösung preiswerter wäre. Folgende Alternativen könnten in Frage kommen:
Ein kleines Rechenbeispiel macht das greifbar: Wenn du eine Garage neu baust, kostet diese schnell rund 20.000 Euro. Verteilt auf 15 Jahre Nutzungsdauer sind das umgerechnet etwa 110 Euro pro Monat, die du allein für den überdachten Stellplatz ausgibst. Ein einfacher Carport für 4.000 Euro macht bei derselben Rechnung rund 22 Euro pro Monat aus. Anhand dieser Werte kannst du dann ablesen, ob sich der Eigenbau für dich rechnet oder ob eine andere Lösung preiswerter wäre. Folgende Alternativen könnten in Frage kommen:
- Stellplatz oder Garage mieten: Vor allem in städtischen Gebieten oft günstiger und unkomplizierter als der Eigenbau.
- Carsharing statt eigenes Auto: Wenn du nur gelegentlich ein Auto brauchst, ist Carsharing eine attraktive Option. Damit sparst du dir nicht nur den Stellplatz, sondern auch Versicherung, Wartung und Wertverlust. Mit dem sharetoo Carsharing kannst du das passende Fahrzeug genau dann buchen, wenn du es brauchst.
So triffst du die richtige Entscheidung
Die Wahl zwischen Carport und Garage ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Frage deines Alltags. Wer das Auto zuverlässig vor Eindringlingen und Witterung schützen will, ist mit einer Garage gut beraten. Wenn dir eine kostengünstige Lösung und eine schnelle Umsetzung wichtiger sind, ist ein Carport die bessere Lösung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist teurer: Ein Carport aus Holz oder Metall?
In der Anschaffung liegen Holz und Stahl meist nahe beieinander, Aluminium ist jedoch etwas teurer. Über einen Zeitraum von 20 Jahren gesehen sieht das aus: Aluminium ist wartungsfrei, während Holz regelmäßig lasiert werden muss. Stahl braucht gelegentlich einen Rostschutz. Wenn du den Pflegeaufwand miteinkalkulierst, ist Aluminium die günstigste Option.
Kann ich einen Carport selbst bauen?
Ja, mit Bausätzen aus Holz oder Aluminium. Das spart rund 800 bis 2.500 Euro Montagekosten und dauert ein bis zwei Wochenenden. Entscheidend ist ein sauberes Fundament, weil sich Schiefstellungen später kaum korrigieren lassen.
Um wie viel erhöht eine Garage den Wert eines Hauses?
Eine massive Garage steigert den Immobilienwert je nach Lage um fünf bis zehn Prozent, in Städten mit knappem Parkraum sogar mehr. Ein Carport bringt rund zwei bis vier Prozent. Wichtig ist auch die optische Umsetzung, da ein unpassend wirkender Anbau den Verkaufspreis sogar drücken kann.
Passt auch ein SUV, Transporter oder Wohnmobil unter einen Standard-Carport?
Standardmaße liegen bei 2,10 bis 2,30 Meter Höhe und 2,70 bis 3,00 Meter Breite. Ein SUV kann in der Regel unter einem Carport geparkt werden, ein Transporter oder Wohnmobil oft nicht. Wer ein größeres Fahrzeug hat oder sich die Option dafür offenhalten will, sollte mindestens 2,50 Meter Höhe und 3,20 Meter Breite wählen.
In der Anschaffung liegen Holz und Stahl meist nahe beieinander, Aluminium ist jedoch etwas teurer. Über einen Zeitraum von 20 Jahren gesehen sieht das aus: Aluminium ist wartungsfrei, während Holz regelmäßig lasiert werden muss. Stahl braucht gelegentlich einen Rostschutz. Wenn du den Pflegeaufwand miteinkalkulierst, ist Aluminium die günstigste Option.
Kann ich einen Carport selbst bauen?
Ja, mit Bausätzen aus Holz oder Aluminium. Das spart rund 800 bis 2.500 Euro Montagekosten und dauert ein bis zwei Wochenenden. Entscheidend ist ein sauberes Fundament, weil sich Schiefstellungen später kaum korrigieren lassen.
Um wie viel erhöht eine Garage den Wert eines Hauses?
Eine massive Garage steigert den Immobilienwert je nach Lage um fünf bis zehn Prozent, in Städten mit knappem Parkraum sogar mehr. Ein Carport bringt rund zwei bis vier Prozent. Wichtig ist auch die optische Umsetzung, da ein unpassend wirkender Anbau den Verkaufspreis sogar drücken kann.
Passt auch ein SUV, Transporter oder Wohnmobil unter einen Standard-Carport?
Standardmaße liegen bei 2,10 bis 2,30 Meter Höhe und 2,70 bis 3,00 Meter Breite. Ein SUV kann in der Regel unter einem Carport geparkt werden, ein Transporter oder Wohnmobil oft nicht. Wer ein größeres Fahrzeug hat oder sich die Option dafür offenhalten will, sollte mindestens 2,50 Meter Höhe und 3,20 Meter Breite wählen.