Reifendruck im Winter
So bleibt dein Auto fit bei Frost
Lesezeit: ca. 5 Min.
Im Winter wird dein Fahrzeug täglich aufs Neue von eisigen Temperaturen und anspruchsvollen Straßenbedingungen gefordert. Während sich viele Autofahrer*innen mit Eiskratzer, Frostschutzmittel und Co. für die kalten Monate wappnen, vergessen dabei viele auf einen besonders wichtigen Aspekt: den Reifendruck. Schon ein paar Grad weniger können den Luftdruck in deinen Reifen spürbar verändern. Das wirkt sich nicht nur auf den Grip, sondern auch auf Verbrauch, Bremsweg und Fahrkomfort aus. Wir verraten dir, warum das so ist, welcher Reifendruck im Winter empfohlen wird und was du sonst noch wissen solltest!
Warum der Reifendruck bei Kälte automatisch sinkt
In der kalten Jahreszeit arbeitet die Physik gegen uns: Je niedriger die Temperatur ist, desto geringer wird der Luftdruck in den Reifen. Grund dafür ist, dass sich die Luft bei Kälte im Reifen zusammenzieht, wodurch weniger Druck auf die Reifeninnenwand übertragen wird. Als grobe Orientierung gilt: Bei 10 Grad weniger Außentemperatur verliert ein Reifen etwa 0,1 bar Druck.
Das mag erstmal wenig klingen, summiert sich aber schnell. Hast du deine Reifen im Herbst gewechselt und noch den optimalen Luftdruck eingestellt, kann dieser nach ein paar frostigen Nächten bereits deutlich darunter liegen. Besonders tückisch ist, dass dies mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Die Folgen sind ein verstärkter Rollwiderstand und ein höherer Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig werden die Reifen stärker beansprucht und verschleißen schneller.
Das mag erstmal wenig klingen, summiert sich aber schnell. Hast du deine Reifen im Herbst gewechselt und noch den optimalen Luftdruck eingestellt, kann dieser nach ein paar frostigen Nächten bereits deutlich darunter liegen. Besonders tückisch ist, dass dies mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Die Folgen sind ein verstärkter Rollwiderstand und ein höherer Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig werden die Reifen stärker beansprucht und verschleißen schneller.
Welcher Reifendruck ist im Winter richtig?
Der optimale Reifendruck richtet sich – sowohl im Sommer als auch im Winter – nach den Herstellerangaben. Diese findest du im Handbuch, am Rahmen der Fahrertür oder im Tankdeckel deines Fahrzeugs. Fachleute empfehlen, den Reifendruck im Winter um 0,2 bis 0,3 bar höher als den Standardwert einzustellen (sofern keine eigenen Winterwerte angegeben sind). Das gleicht den temperaturbedingten Druckverlust aus.
Wichtig: Die angegebenen Werte beziehen sich immer auf kalte Reifen. Messe sie deshalb am besten vor Fahrtbeginn! Achte außerdem darauf, ob du mit mehr Gepäck, mehreren Mitfahrer*innen oder Winterausrüstung (z. B. einer Skibox auf dem Dach) unterwegs bist. Zusätzliche Last verändert den notwendigen Druck und muss deshalb immer berücksichtigt werden.
Wichtig: Die angegebenen Werte beziehen sich immer auf kalte Reifen. Messe sie deshalb am besten vor Fahrtbeginn! Achte außerdem darauf, ob du mit mehr Gepäck, mehreren Mitfahrer*innen oder Winterausrüstung (z. B. einer Skibox auf dem Dach) unterwegs bist. Zusätzliche Last verändert den notwendigen Druck und muss deshalb immer berücksichtigt werden.
Regelmäßig kontrollieren: Wann und wie oft?
Fest steht: Einmal alle paar Monate den Reifendruck kontrollieren, reicht definitiv nicht aus. Gerade im Winter schwankt der Druck besonders stark, da die Nächte kälter sind und Garagen oder Tageswärme wieder für Temperaturunterschiede sorgen. Prüfe den Reifendruck daher am besten:
- alle zwei bis vier Wochen,
- vor längeren Fahrten,
- nach starken Temperaturwechseln,
- bei schwerer Beladung
- und nach längerer Standzeit.
Reifendruckkontrollsysteme sind hilfreich – aber kein Ersatz
Insbesondere moderne Fahrzeuge sind meist mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet. Das ist zwar praktisch, ersetzt aber nicht die regelmäßige Reifendruckkontrolle. Die Systeme reagieren oft erst, wenn der Druck bereits deutlich abweicht, in der Regel bei einem Druckverlust von 20 bis 25 Prozent. Außerdem können starke Temperaturschwankungen das Messverhalten der Sensoren beeinflussen. Deshalb gilt: Warnleuchten immer ernst nehmen, aber auch ohne Warnung regelmäßig den Reifendruck selbst messen. Unser Tipp: Trag dir am besten im Kalender einen fixen Termin ein, damit der Kontrollcheck nicht in Vergessenheit gerät.
Mit Druckanpassung bares Geld sparen
Neben der Sicherheit spielt auch der Verbrauch eine Rolle. Durch den erhöhten Rollwiderstand muss der Motor stärker arbeiten, was wiederum mehr Kraftstoff kostet. Schon ein Druckverlust von nur 0,2 bis 0,3 bar pro Reifen kann den Verbrauch deines Fahrzeugs erhöhen. Gerade im Winter, wenn Motoren länger kalt laufen und der Spritbedarf damit ohnehin höher ist, lohnt sich der korrekte Reifendruck doppelt. So fährst du nicht nur effizienter und schonst die Reifen, sondern leistest auch einen Beitrag zum Klimaschutz.
Extra-Tipps für kalte Tage
- Messe immer bei kalten Reifen – für realistische Werte vor Fahrtbeginn oder nach nur wenigen Kilometern.
- Vergiss das Reserverad nicht, damit du auch bei einem Reifenwechsel vorbereitet bist.
- Passe den Druck bei Beladung oder Anhängerbetrieb an.
- Kontrolliere den Reifendruck erneut, wenn die Temperaturen steigen oder der Frühling kommt.
Mehr Sicherheit mit wenig Aufwand
Der richtige Reifendruck ist eine dieser scheinbaren Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben. Wenn du auf den Luftdruck deiner Reifen achtest, verbesserst du das Fahrverhalten, deine Sicherheit, den Verbrauch deines Fahrzeugs und die Lebensdauer deiner Reifen.
Gerade bei Frost, Schnee und Nässe hat der Luftdruck einen wesentlichen Einfluss darauf, wie souverän dein Auto auf der oft rutschigen Straße liegt. Prüfe den Luftdruck deshalb lieber regelmäßig (sowohl im Sommer als auch im Winter!), statt dich später über schlechtes Handling oder unnötige Kosten zu ärgern. Dein Fahrzeug wird es dir danken – und du kommst entspannter durch den Winter.
Gerade bei Frost, Schnee und Nässe hat der Luftdruck einen wesentlichen Einfluss darauf, wie souverän dein Auto auf der oft rutschigen Straße liegt. Prüfe den Luftdruck deshalb lieber regelmäßig (sowohl im Sommer als auch im Winter!), statt dich später über schlechtes Handling oder unnötige Kosten zu ärgern. Dein Fahrzeug wird es dir danken – und du kommst entspannter durch den Winter.
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Soll man im Winter den Reifendruck erhöhen?
Ja, etwa 0,2 bis 0,3 bar über den empfohlenen Herstellerwerten. Dadurch kann der kältebedingte Druckverlust ausgeglichen werden und die Traktion des Fahrzeugs verbessert sich.
Ist der Reifendruck im Winter niedriger?
Sehr oft, ja. Kalte Luft zieht sich zusammen, deshalb verliert jeder Reifen bei sinkender Temperatur automatisch etwas Druck. Faustregel: Pro 10 °C weniger Außentemperatur sinkt der Druck um ca. 0,1 bar.
Wie kann man den Reifendruck prüfen?
Am einfachsten geht es mit einem digitalen oder analogen Luftdruckprüfer. Wichtig: Miss den Druck bei kalten Reifen, also vor der Fahrt oder nach maximal ein paar Kilometern. Alternativ bieten auch viele Tankstellen kostenlose Prüfgeräte an.
Wie hoch sollte der Reifendruck eines SUV im Winter sein?
SUVs sind schwerer und haben meist größere Reifen – daher ist der Reifendruck oft etwas höher als bei normalen PKWs. Auch hier gilt: Herstellerwerte beachten und im Winter 0,2 bis 0,3 bar zusätzlich einplanen.
Ja, etwa 0,2 bis 0,3 bar über den empfohlenen Herstellerwerten. Dadurch kann der kältebedingte Druckverlust ausgeglichen werden und die Traktion des Fahrzeugs verbessert sich.
Ist der Reifendruck im Winter niedriger?
Sehr oft, ja. Kalte Luft zieht sich zusammen, deshalb verliert jeder Reifen bei sinkender Temperatur automatisch etwas Druck. Faustregel: Pro 10 °C weniger Außentemperatur sinkt der Druck um ca. 0,1 bar.
Wie kann man den Reifendruck prüfen?
Am einfachsten geht es mit einem digitalen oder analogen Luftdruckprüfer. Wichtig: Miss den Druck bei kalten Reifen, also vor der Fahrt oder nach maximal ein paar Kilometern. Alternativ bieten auch viele Tankstellen kostenlose Prüfgeräte an.
Wie hoch sollte der Reifendruck eines SUV im Winter sein?
SUVs sind schwerer und haben meist größere Reifen – daher ist der Reifendruck oft etwas höher als bei normalen PKWs. Auch hier gilt: Herstellerwerte beachten und im Winter 0,2 bis 0,3 bar zusätzlich einplanen.